Rotwild AG/Deutschland
- im Schalenwild-Ausschuss des Deutschen Jagdschutzverbandes e.V. -

Angesichts immer enger werdender Räume für die Natur schlechthin und vor allem für freilebende Wildtiere sind heute Maßnahmen zum Schutz und langfristigen Sicherung von Wildtier-Lebensräumen dringend erforderlich. Dies trifft für raumbeanspruchende Arten wie das Rotwild im besonderen zu. Die langfristige Haupt-Gefährdung liegt sicher in der Schwierigkeit, in einem hochindustrialisierten und -technisierten Land und einer hochmobilen Gesellschaft ausreichend viele und ausreichend großräumige Lebensräume für diese wildsoziologisch anspruchsvolle Wildart zu sichern. Der Druck auf die Freiflächen ist allgegenwärtig; so gehen durch menschliche Aktivität des wirtschaftenden Menschen in Gestalt von Siedlungs- und Straßenbau täglich mehr als 120 Hektar Natur kategorisch und unwiederbringlich verloren. Die Dynamik dieser Entwicklung ist nicht aufhaltbar - ggf. sind punktuelle Korrekturen bzw. Abschwächungen möglich. Die Folgen dieser Dynamik haben einen Grad erreicht, der zur Sorge Anlass gibt - diese Sorge um die Sicherung des derzeit noch verbliebenen verfügbaren Lebensraumes muss daher künftig ungleich stärker als bisher fachlich begründet und artikuliert werden.
Fachliche Grundlage ist die "RotwDokum" - als systematische Erfassung beschreibt sie zunächst die Rotwild-Vorkommen in ihren Lebensraum-Strukturen sowie ihren Fernverbindungen in benachbarte Räume. Praktisch mit den "Augen des Wildes" werden Lebensräume auf ihre Qualität abgetastet. Die RotwDokum" soll zunächst auf die oben beschriebene Situation aufmerksam machen und ein Bewusstsein dafür schaffen, in welcher Lage sich diese Wildart befindet. Ferner soll sie ein Beitrag sein, künftig deutlicher als bisher diese drängende Problematik in die Gesellschaft hineinzutragen und dort zu diskutieren. Ferner ist sie fachliche Basis eines "Lebensraum-Monitorings", das künftig prophylaktisch agieren soll, um weitere Fragmentierungen der Lebensräume abzuschwächen.

Die AG setzt sich aus Fachleuten verschiedener Fachrichtungen zusammen: Biologen, Forstleuten, Wissenschaftlern, Geographen, Berufsjägern, Juristen, Journalisten und anderen. Sie betrachten diese Wildart vornehmlich nicht unter dem Blickwinkel als Jagdobjekt, sondern als erhaltenswertes Kulturerbe.

Folgende Aspekte stellen u.a. die Kern-Punkte der AG-Arbeit dar:

  • Schwerpunktsetzung auf den Sektor "Lebensräume", deren weitere Trennung bzw. Isolierung und Vorlage konkreter Vorschläge zur Sicherung der "Fernwander-Korridore"
  • Verdeutlichung der Bedeutung dieser Wildart als originäre und autochthone/heimische Wildtierart
  • Fachliche Forderungen nach der Notwendigkeit wild-ökologischer Raumplanung und nachhaltige Beteiligung hieran
  • Vorschläge zur Integration "rotwild-peripherer Räume" in eine übergreifende Bewirtschaftung
  • Entwürfe zur Erweiterung bestehender Rotwildgebiete zu "Rotwild-Regionen"
  • Dem Ziel-Viereck wild-ökologischer Nachhaltigkeit
    1. Ökologie im Naturraum
    2. Ökonomie im Waldbau
    3. gesellschaftlicher Konsens
    4. Erhaltung als Kulturgut
    kommt dabei als Überschrift eine zentrale Bedeutung zu.

Informationen zu anderen Wildtierprojekten der hess. Jägerschaft

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Rotwild AG/Deutschland
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Postfach 1605
61231 Bad Nauheim
Tel. 06032/9361-16 (Herr Becker), Telefax 06032/4255

oder schicken Sie eine kurze E-Mail an:
rotwildag@ljv-hessen.de

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