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Wildbretvermarktung |
| Wildbretanbieter in Hessen: | |
| Um
als Endverbraucher an frisches Wildfleisch zu gelangen, gibt es in Hessen
u.a. folgende Möglichkeiten:
Sie können sich an das örtliche Forstamt wenden. In vielen Forstämtern erhalten Sie das Wildfleisch nicht nur in der Decke oder Schwarte, bzw. grob zerwirkt, sondern bereits küchenfertig portioniert. Eine andere Möglichkeit ist es, sich direkt an den Jagdpächter bzw. Jäger zu wenden. Diese bieten in der Regel das Wild ebenfalls auch in der Decke/Schwarte sowie küchenfertig portioniert an. Einige bieten darüber hinaus auch kleinere Portionen für den kleineren Haushalt sowie Wildwurst oder Wildschinken an. Schauen Sie deshalb einfach einmal in unsere Anbieterliste, wo der für Sie nächste Wildlieferant zu finden ist. |
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Wild direkt vom örtlichen Forstamt: |
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Wild direkt vom Jäger: |
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Bei Fehlern oder dringenden Aktualisierungswünschen bitte direkte Mail an info@ljv-hessen.de. |
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Hinweise: |
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| LJV veröffentlicht kostenlos Adressen von Wildbret-Anbietern (08.10.2002) | |
| Wildbret und Justitia - Gesetzliche Grundlagen für Werbung und Verkauf erlegten Wildes (22.01.2003) | |
| Hessenjäger 4/2003 Vorwort von Dr. Christoph Noack (26.03.2003) | |
| WILGBRETHYGIENE wird neu geregelt (Juli 2007) | |
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WILDGÜTESIEGEL
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Absatz von hessischem WILDBRET nachhaltig fördern (20.09.2002)
- Nachfrage der Verbraucher beleben -
- Regionalmarke und neue Vertriebskanäle schaffen-
Die Delegierten der hessischen
Jagdvereine haben
beim Landesjägertag 2002 auf Antrag des Kreisjagdvereins Schlüchtern
einstimmig beschlossen, dass der Landesjagdverband (LJV) die Vermarktung von
Wildbret fördern soll. Für entsprechende Marketingkampagnen von PR-Agenturen,
deren langfristiger Erfolg ohnehin sehr oft fraglich ist, steht dem LJV jedoch
bei weitem nicht genügend Geld zur Verfügung. Deshalb stellt der LJV hier den
Konzept-Entwurf einer "Marketingaktion für
Wildfleisch aus Hessen" (Arbeitstitel) zur Diskussion.
Dieser Entwurf listet eine ganze Reihe von Möglichkeiten auf, den
Wildbret-Absatz anzukurbeln. Einige Vorschläge können kurzfristig, andere
hingegen nur mittelfristig umgesetzt werden. Zudem wird man eine Auswahl treffen
und Prioritäten setzen müssen.
Nahezu allen Anregungen ist gemeinsam, dass sie nur mit dem tatkräftigen,
kooperativen Einsatz der örtlichen "Wildbret-Erzeuger" so
verwirklicht werden können, dass der Wildbret-Markt tatsächlich lokal,
regional und hessenweit nachhaltig (!) belebt wird. Denn die Nachfrage nach
Wildfleisch und Erzeugnissen aus Wildbret kann beim Verbraucher langfristig und
wirksam nur auf breiter Basis angekurbelt werden. Falls dies gelingt, werden
jedoch alle Teilnehmer von der Absatzförderung profitieren. (Dies gilt
beispielsweise auch für erfolgreiches Tourismus-Marketing, das auf dem
konzeptionellen Zusammenwirken kompletter Tourismus-Regionen fußt). Daraus
folgt zwingend, dass alle "Wildbret-Erzeuger" und ihre
Interessenvertretungen an einem Strang ziehen müssen: LJV und Hessen-Forst,
Jagdvereine und Forstämter.
Aus all‘ diesen Gründen geht der Konzept-Entwurf von folgenden
Grundvoraussetzungen aus:
Kurzfristig bieten sich zur Förderung der Wildbret-Vermarktung an:
Im Einzelnen enthält der Konzept-Entwurf für eine
"Marketingaktion für Wildfleisch aus Hessen"
die folgenden Vorschläge und Anregungen:
| 1. | Wildbretvermarktung fördern | |
| 1.1. | Absatzwege für ganze Stücke in Decke/Schwarte systematisch erfassen: | |
Hessische Wildhändler, Großeinkäufer von Wildbret und ganzen Drückjagdstrecken aus Hessen und den benachbarten Bundesländern, Ankauf durch (Groß-)Metzgereien und Öko-Metzgereien und Direktvermarkter, Ankauf durch Bio-Handelsketten wie tegut/Fulda, durch Hersteller von Fertiggerichten, Belieferer von Gastronomie und Firmenkantinen etc., Hersteller von Wildwurst und –schinken etc.
Anlieferung durch Erleger oder Abholung in bestimmtem Turnus/ganzjährig – bei Schwarzwild – oder nur zur Wildbretsaison im Herbst und Winter, Preise, Wildbrethygiene, bevorzugte Wildarten etc.
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| 1.2. | Absatzförderung durch Veredelung | |
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| 1.3. | Regionalmarke "Wildfleisch aus Hessen" schaffen | |
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| 1.4. | Auflistung der Anbieter von Wildbret | |
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| 2. | Nachfrage der Verbraucher nach Wildbret beleben | |
| 2.1. | Vorhandenes Informationsmaterial über Wildbretverarbeitung und –küche systematisch erfassen | |
| (z. B. DJV-Wildbret-Broschüre, DJV-Tischkalender mit Wildrezept des Monats, AID-Infoblatt zum Wildbret, Tischsets, überregionale und regionale Wildkochbücher, Videos, Internet-Seiten), praktikable Wildkochrezepte in einfacher Form preisgünstig vervielfältigen, Infomaterial gegen Kostenerstattung Jagdvereinen, Forstämtern, Hegegemeinschaften, Jagdausübungsberechtigten etc. überlassen. Informationen über Wildbret und Kochrezepte ins Internet stellen. | ||
| 2.2. | Gemeinsam mit Köchevereinigungen, Volkshochschulen, | |
| Landfrauenvereinigungen etc. Wildzerwirk- und Wildkochkurse für jedermann anbieten. | ||
| 2.3. | An Hotelfachschulen für Auszubildende, Köche und sonstige Interessenten Sonderkurse "Wildküche", | |
| "Zerlegen und Zerwirken von Wild" etc. veranstalten. | ||
| 2.4. | Gemeinsam mit Gastronomieverband Kochwettbewerb für Hobbyköche (evtl. auch für Profiköche) ins Leben rufen. | |
| 2.5. | Jagdvereine und Forstämter veranstalten gemeinsam mit Gasthöfen, Restaurants, Metzgereien etc. spezielle | |
| Wildwochen mit entsprechender Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (Wildessen mit der Presse zum Auftakt, Jagdhornbläser-Auftritt, Informationsstände in Fußgängerzone, gemeinsame Zeitungsanzeigen der Beteiligten zur Ankündigung der Wildwochen etc.). | ||
| 2.6. | Falls keine regelrechte Wildwoche stattfindet, zumindest lokale | |
| Presse-Essen mit Wildspezialitäten und Information der Journalisten durch anerkannte Fachleute (renommierte Köche/Veterinäre) über positive Eigenschaften des Wildfleischs, seine Zubereitung und regionale Bezugsmöglichkeiten. | ||
| 2.7. | Startschuss für Förderung des Wildbretverkaufs mit zentraler | |
| Veranstaltung von Hessen-Forst/Landesjagdverband für Journalisten mit Wildspezialitäten und anerkanntem Wildfleisch-Experten. | ||
| 2.8. | Wettbewerb "Stellen Sie ihr liebstes Wildrezept vor" | |
| und Veröffentlichung
ausgewählter Kochrezepte (auch für Wildwurst- und
Wildschinken-Herstellung) in einem "Hessischen Wildkochbuch".
Dieser Kochrezept-Wettbewerb wird landesweit von Hessen-Forst und LJV konzipiert; Jagdvereine und Forstämter setzen die Aktion gemeinsam in Landkreisen und kreisfreien Städten um. Sie erhalten ein ausführliches Konzept mit Materialien wie Pressemitteilungen etc. An die Öffentlichkeit ergeht mit Hilfe der regionalen Medien die Aufforderung, das ganz persönliche Kochrezept der gemeinsamen Anlaufstelle (Jagdverein/Forstamt) zuzusenden. Die Autoren der prämierten Kochrezepte erhalten Preise und können ihre Rezepte anlässlich der Preisverleihung (mit Presse) nachkochen oder nachkochen lassen. Ausgewählte Rezepte werden mit dem Foto der Autoren im "Hessischen Wildkochbuch" veröffentlicht. |
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| 2.9. | Wildfleischspenden an karitative Einrichtungen (mit Presse). | |
| 2.10. | Verkauf von Wildfleischgerichten bei öffentlichen Veranstaltungen | |
| wie Festen, Messen und Märkten oder ohne speziellen Anlass in Fußgängerzonen mit der Ankündigung, den Erlös einem bestimmten gemeinnützigen Zweck zukommen zu lassen (Spendenübergabe mit Presse). | ||
| 2.11. | Finden derartige Anlässe im Sommer statt, gegrillte Wildbretteile (Steaks, Schnitzel,Medaillons, "Spareribs", | |
| Wildschweinbratwürste) und entsprechende Rezepte anbieten und damit für Wildbret
als Grillfleisch werben. |
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| 3. | Weiterbildung
der Jägerinnen und Jäger in Wildbret- hygiene und Wildbretbehandlung |
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| 3.1. | Veranstaltungen von Forstämtern, Jagdvereinen und Hegegemeinschaften über Wildbrethygiene, | |
| über das Zerwirken und Zerlegen von Wild sowie zur küchenfertigen Zubereitung von Wildfleisch und zur Herstellung von Wildwurst und –schinken. | ||
| 3.2. | Rechtliche und hygienische Voraussetzungen der Selbstvermarktung von Wild darlegen. | |
| 3.3. | Besonders sachverständige "Wildbret-Beauftragte", die die | |
| Aktivitäten zur Wildbretvermarktung koordinieren und vorantreiben, in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt installieren. | ||
| 3.4. | Über Möglichkeiten der ordnungsgemäßen Verwertung/ | |
| Entsorgung von Wildresten (Decken,
Schwarten, Knochen, Fleischreste) informieren. |
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| 4. | Praktische Hilfestellung für die ordnungsgemäße Wildbretverwertung | |
| 4.1. | Bezugsquellen (Fleischerfachhandel, Versandunternehmen) und Preise für Wildkühlzellen, Vakuumiergeräte, Fleischer- | |
| ausrüstung usw. zusammen stellen. | ||
| 4.2. | Gemeinsamen Kauf bzw. Mitbenutzung von Wildkühl- | |
| einrichtungen und von Einrichtungen zur
Verarbeitung von Wildbret anregen. |
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| 5. | Fördermöglichkeiten eruieren | |
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Dr. Klaus Röther
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