Pressetipp für Juni 2009
- Thema des Monats -

Von Natur aus fit - Grillen mit frischem Wildbret

Rehsteak oder Wildschweinrippchen statt Schaschlik und Bratwurst

 

Mit den warmen Frühsommertagen ist auch die Grillsaison wieder eröffnet. Das Fleisch von Reh, Wildschwein, Hirsch und Co. (Wildbret) bringt als gesunde und besonders fettarme Alternative zu Schweinesteaks, Grillwurst und Fleischspießchen Abwechslung auf den Tisch. Darauf weist der Landesjagdverband Hessen (LJV) hin.

Mit Wildbret wird ausschließlich Fleisch von heimischen Wildtieren bezeichnet, die in freier Natur leben und nicht in landwirtschaftlicher Gatterhaltung gemästet werden. Dazu gehören u.a. Rehe, Hirsche und Wildschweine. Fleisch von frei lebendem heimischen Wild weist eine hundertprozentig natürliche und nachvollziehbare Herkunft auf. Die Tiere ernähren sich ausschließlich von dem, was Mutter Natur je nach Jahreszeit bietet. Wildbret ist fettarm, leicht bekömmlich und schmeckt vorzüglich. Außerdem ist es frei von künstlichen Hormonen und Antibiotika, dafür reich an Mineralstoffen und den lebenswichtigen Omega-3-Fettsäuren. Mehr „Bio“, so der Jagdverband, geht nicht.

 

Grillfleisch vom Wild gibt es als fertig portionierte Steaks, Filets, Koteletts, Medaillons, Rippchen und auch als Wildwürstchen. Erhältlich ist es direkt beim Jäger und bei gut sortierten Fleischern. 

Die Zubereitung von Wildbret ist halb so wild. Wie jedes anderes Fleisch auch können Wildsteaks, -koteletts oder -rippchen ganz nach Geschmack ein paar Stunden oder im Kühlschrank bis zu zwei Tage vor dem Grillen eingelegt werden. Dazu eignet sich z.B. hervorragend eine würzige Öl-Marinade. Diese wird je nach Belieben mit frischen Kräutern und mit Gewürzen verfeinert. Je nach Geschmack können Pfeffer(körner), Wacholderbeeren, Lorbeerblatt, Rosmarin, Thymian, Knoblauch, Liebstöckel, Basilikum, Kerbel und Estragon und frische Küchenkräuter verwendet werden. Jeder  wählt die von ihm bevorzugten Kräuter und Gewürze aus. Damit kann das Wildfleisch auch vor dem Grillen noch einmal gewürzt werden. Wer mag, kann zu der Öl-Marinade auch einen Schuss Zitronensaft hinzugeben. Gesalzen wird das Gegrillte erst unmittelbar vor dem Verzehr.  Aufwändiges Beizen in Buttermilch oder das Spicken mit Speckstücken gehört längst  vergangenen Zeiten an.

 

Leicht umsetzbare Grillrezepte enthält auch das Hessische Wildkochbuch, das im Melsunger Verlag Neumann-Neudamm als Band I und Band II erschienen ist. Beide Hessische Wildkochbücher sind zum Preis von jeweils 14,95 Euro beim Landesjagdverband Hessen, Postfach 1605, 61216 Bad Nauheim, Telefon (06032) 2008, Fax: (06032) 4255, E-Mail: info@ljv-hessen.de, Internet: www.ljv-hessen.de sowie in jeder Buchhandlung erhältlich.

Dr. Klaus Röther

 

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