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Pressetipp für
Juli 2008
- Thema des Monats -
Wenn
die Rehe Hochzeit halten, steigt die Gefahr der Wildunfälle
“Wenn
die Rehe Hochzeit halten, steigt die Gefahr der Wildunfälle”, warnt der Präsident
des Landesjagdverbandes Hessen, Dietrich Möller, die Autofahrer. Denn Mitte
Juli beginnt die Brunftzeit des Rehwildes. Dann nehmen die Rehdamen selbst das
Heft in die Hand. Durch Duftstoffe signalisieren sie den Rehböcken, dass sie
zur Paarung bereit sind. “Daraufhin beginnen die Böcke ein ungestümes
Liebeswerben”, berichtete Möller in einer Pressemitteilung. Weil die
Rehfrauen oder Ricken, wie sie der Jäger nennt, gehörig umworben sein wollen,
entziehen sie sich zunächst den Nachstellungen ihrer Liebhaber. Doch unermüdlich
folgt der Bock der fliehenden Ricke. Vor Liebe buchstäblich blind, führt die
wilde Jagd des Rehpaares oft auch am helllichten Tag über vielbefahrene Straßen.
“Vor allem in Waldgebieten und im ländlichen Bereich sollten die Kraftfahrer
bis Mitte August auch tagsüber besondere Vorsicht walten lassen”, lautet Möllers
Appell, in der Gluthitze der “Hundstage” erreichen die Flitterwochen der
Rehe zumeist ihren Höhepunkt.
“Etwa
15.000 Rehe fallen in Hessen jährlich dem Straßenverkehr zum Opfer”, erklärt
LJV-Präsident Möller. Bei diesen Wildunfällen würden die Rehe mitunter nicht
auf der Stelle getötet; oft könnten sie sich mit schweren Verletzungen noch
ein Stück davonschleppen. Dann muss der Jäger das verletzte Wild mit seinem
speziell ausgebildeten Jagdhund nachsuchen, um es von seinen Qualen zu erlösen.
“Tierschutz
geht jeden von uns an”, unterstreicht der LJV-Präsident. Auch die
Verkehrsteilnehmer könnten durch rücksichtsvolles und vorausschauendes Fahren
wesentlich dazu beitragen, den Wildtieren unnötige Schmerzen zu ersparen.
Besondere
Hinweise für die Pressereferenten der Jagdvereine:
1. Fügen Sie bitte anstelle des Namens des LJV-Präsidenten den
Namen des Vereinsvorsitzenden oder Ihren eigenen Namen in die Pressemitteilung
ein. Nachrichten fallen nicht vom Himmel! Deshalb muss in einer fachgerecht
verfassten Pressemitteilung stets korrekt die Quelle angegeben werden, auf die
eine Nachricht zurückzuführen ist.
2. Arbeiten Sie unbedingt lokale Bezüge (beispielsweise
Wildunfall-Schwerpunkte) in die Pressemitteilung ein.
Dr.
Klaus Röther
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