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Pressetipp für
April 2008
- Thema des Monats -
Hessen
dank Impfung und verstärkter Bejagung der Füchse wieder tollwutfrei
Die
Tollwut ist in Hessen erloschen. „Das ist der Impfung der Füchse mit Fressködern
und der verstärkten Bejagung der Rotröcke zu verdanken“, sagte der Präsident
des Landesjagdverbandes Hessen (LJV). Der letzte Fall von Wildtollwut ist laut Möller
im Juli 2005 im Landkreis Darmstadt-Dieburg bei einem Fuchs aufgetreten. Um
einem erneuten Ausbruch der Seuche dauerhaft vorzubeugen, würden jedoch in
diesem Frühjahr in Südhessen wieder Impfköder ausgebracht. Reineke gilt als
Hauptüberträger der Tollwut, mit der auch Haustiere und Menschen infiziert
werden können.
Seit
2003 ist laut LJV-Präsident in Frankfurt, Offenbach und Darmstadt, in
den Landkreisen Darmstadt-Dieburg und Bergstraße sowie im Main-Kinzig- und
Wetteraukreis bei rund 50 Füchsen, vier Dachsen, vier Rehen und einem Marder
das Tollwutvirus festgestellt worden. Die Veterinärbehörden erklären einen
Landkreis oder ein Bundesland erst dann wieder offiziell für tollwutfrei, wenn
dort drei Jahre lang kein Seuchenfall aufgetreten ist.
„Die
Impfaktion war erfolgreich, weil die Jäger in den städtischen Randbereichen
die Köder gezielt per Hand ausgelegt haben“, sagte der LJV-Präsident. Denn
in der Nähe von Siedlungen könnten Kleingärten, Felder und Brachflächen vom
Hubschrauber aus nicht flächendeckend beködert werden. Die
Köder, die Füchse zum Fressen verlocken und einen Tollwut-Impfstoff enthalten,
bestehen aus Pflanzenfett und Fischmehl.
„Gleichzeitig
haben die über 22.000 hessischen
Jägerinnen und Jäger die
Bejagung intensiviert“, sagte Möller. Dadurch sei der Fuchsbestand von seinem
Höchststand von rund 200.000
Tieren etwa halbiert worden. So
seien in Hessen 2006 über 33.000 von zirka 100.000 Rotröcken erlegt worden.
„In einer niedrigen Fuchspopulation gibt es weniger Körperkontakte und
weniger Beißereien bei
der Konkurrenz um Weibchen, Baue und Nahrung. Damit infizieren sich die Füchse
auch seltener gegenseitig mit dem Tollwutvirus,
und die Infektionskette wird unterbrochen“,
erklärte der Jägerpräsident.
Klaus
Röther
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