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Pressetipp für
Februar 2008
- Thema des Monats -
Hessen dank Impfung und
verstärkter Bejagung der Füchse wieder tollwutfrei
Hessen ist seit zweieinhalb
Jahren dank intensiver Impfung der Füchse mit Fressködern und verstärkter
Bejagung der Rotröcke wieder tollwutfrei. Darauf weist der Landesjagdverband
Hessen (LJV) hin. „Der letzte Fall von Wildtollwut ist nach Angaben des
Wiesbadener Umweltministeriums im Juli 2005 im südhessischen Landkreis
Darmstadt-Dieburg bei einem Fuchs aufgetreten“, erklärt LJV-Pressesprecher Dr.
Klaus Röther .
Damit die Tollwut in der Region
zwischen Reinhardswald und Odenwald auch auf lange Sicht erlösche, sei
jedoch im Frühjahr 2008 eine weitere Impfaktion erforderlich. Dabei
werden Köder aus Pflanzenfett und Fischmehl, die einen Impfstoff enthalten, aus
Hubschraubern abgeworfen und in der Nähe von Städten von Jägern und Förstern
per Hand ausgelegt. Die Veterinärbehörden erklären einen Landkreis oder ein
Bundesland erst dann dauerhaft für „tollwutfrei“, wenn dort drei Jahre lang
kein Seuchenfall aufgetreten ist.
„Die Impfaktion war nicht
zuletzt deshalb erfolgreich, weil die Jäger in den städtischen Randbereichen
des Rhein-Main-Ballungsraums Impfköder gezielt per Hand ausgelegt haben“,
stellt der LJV-Sprecher fest. Felder,
Brachflächen und Gartenanlagen könnten
nämlich in der Nähe von Siedlungen vom Hubschrauber aus nicht hinreichend
gezielt und flächendeckend beködert werden. Die Tollwut war 2005 vor allem bei
Füchsen in Frankfurt und Offenbach sowie in sieben südhessischen Landkreises
aufgetreten.
In den stadtnahen Gebieten
finden die Rotröcke nach Röthers Worten vermehrt Unterschlupf und reichlich
essbare Abfälle. Außerdem werde
Reineke in die Städte gelockt, wenn er dort aus „falsch verstandener
Tierliebe gefüttert wird“. Bei
einem hohen Nahrungsangebot produzieren die Rotröcke mehr Nachwuchs. Damit wachse
auch die Gefahr, dass die tödliche
Seuche auf Menschen und Haustiere übertragen wird. In unmittelbarer
Nähe von Siedlungen könne zudem die Jagd nur eingeschränkt und unter
besonderen Sicherheitsbedingungen ausgeübt werden.
„Deshalb haben die über
22.000 hessischen Jägerinnen und Jäger
die Bejagung auf großer, unbesiedelter Fläche intensiviert“, betont
der Pressesprecher. Dadurch sei der Fuchsbestand von seinem Höchststand von
rund 200.000 Tieren etwa halbiert
worden. Röther: „In einer reduzierten
Fuchspopulation gibt es bei den Rotröcken deutlich weniger Körperkontakt und
weniger Beißereien bei der
Konkurrenz um Weibchen, Baue und Nahrung. Damit infizieren sich die Füchse auch
seltener gegenseitig mit dem
Tollwutvirus und die Infektionskette wird unterbrochen.“
Zur Überwachung der
tollwutfreien Gebiete haben die regionalen Ämter für Veterinärwesen und
Verbraucherschutz angeordnet, dass die Jäger jährlich pro 100 Quadratkilometer
acht bis zwölf erlegte Füchse beim staatlichen Untersuchungsamt Hessen auf
Tollwut untersuchen lassen.
Der
Jagdverbandssprecher weist darauf hin, dass Bekleidung aus Fuchspelz der
nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen entstammt, die von der
Weltnaturschutz-Union (IUCN)
weltweit empfohlen wird. Für Fuchsjacken und -mäntel würden - im Gegensatz
zur Kleidung aus Kunstfasern -
keine endlichen Rohstoffe wie Mineralöl benötigt
und sie müssten nach Gebrauch auch nicht als „Sondermüll“ entsorgt werden.
Zudem entfalle die Käfighaltung von domestizierten Pelztieren, die von
Tierschutzorganisationen als „qualvoll“ kritisiert wird.
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