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Pressetipp für
Dezember 2008
- Thema des Monats -
Fuchsbejagung hilft Rebhuhn und
Hase und stoppt zugleich Tollwut und Fuchsbandwurm
“Um
Feldhase, Rebhuhn, Lerche und Birkhuhn zu helfen, müssen Jäger und Förster in
diesem Winter den Fuchs wieder flächendeckend intensiv bejagen”, appelliert
der Präsident des Landesjagdverbandes Hessen (LJV), Dietrich Möller (Marburg),
an die Grünröcke. Zudem forderten auch die hessischen Veterinärbehörden und
die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Jägerinnen und Jäger auf, die drastisch
angestiegene Fuchspopulation zu reduzieren. Sonst könne die Tollwut wieder
aufflackern und der Fuchsbandwurm sich weiter verbreiten.
Rund150.000
Rotfüchse suchen nach Möllers Worten in diesem Winter in hessischen Wäldern
und Feldern nach Beute und dringen dabei verstärkt in die Städte vor. Zwar hätten
die Jäger im vergangenen Jahr fast 46.000
Rotröcke erlegt, aber diese Lücke habe der Fuchsnachwuchs teilweise schon
wieder aufgefüllt. Vor 40 Jahren existierten in Hessen laut LJV-Präsident nur
knapp 20.000 Füchse, aber noch zehnmal soviel Rebhühner und Feldhasen wie
heute.
Als
“Allesfresser” bedient sich Reineke nach Möllers Angaben auch am “kalten
Buffet” der Straße, wo er ganzjährig überfahrenes Wild vorfindet. Mülltonnen,
Komposthaufen und weggeworfene Essensreste lockten die hungrigen Füchse auf der
Suche nach Fraß sogar vermehrt in die Städte. “Im Frühjahr und Sommer
stehen dann Junghasen, Rehkitze und Bodenbrüter bevorzugt auf Reinekes
Speiseplan”, teilt der LJV-Präsident weiter mit.
Angesichts
des großen Nahrungsspektrums, das dieser besonders anpassungsfähige
Beutegreifer heute vorfinde, könne von einer “Selbstregulation” des
Fuchsbestandes überhaupt keine Rede sein. Dagegen hätten sich die
Lebensbedingungen der Beutetiere deutlich verschlechtert.
Eine
überhöhte Fuchspopulation kann deshalb nach Möllers Darstellung zumindest örtlich
das Aussterben ihrer Beutetiere beschleunigen, wie der stark rückläufige
Birkhuhnbestand in der Rhön zeige. Und
während die Grünröcke schon seit Jahren die Jagd auf Rebhuhn und Hase
weitgehend eingestellt hätten, dezimiere Reineke diese Wildarten weiter.
Die
oberste hessische Veterinärbehörde und die WHO warnen nach Möllers Worten,
dass die gefährliche Wildtollwut wieder aufleben könne, wenn Jäger und Förster
die Rotröcke nicht regulieren. Außerdem
sei in Hessen schon jeder dritte
Reineke vom Fuchsbandwurm befallen, der beim Menschen die Leber zerstören könne.
Möller
weist darauf hin, daß der Winterbalg des Fuchses zu Pelzbekleidung und -decken
verarbeitet wird, die man später auf dem Kompost entsorgen kann.
Winterbekleidung aus modernen Kunststofffasern lande dagegen auf dem Sondermüll.
“Fuchsmäntel und -jacken trotzen außerdem selbst sibirischer Kälte und
schaffen ein gesundes Körperklima”, unterstreicht der LJV-Präsident. Die
Bejagung des Rotfuchses und die Verwertung der Bälge stimme exakt mit der
Forderung der Weltnaturschutzunion IUCN überein, die Naturgüter nachhaltig zu
nutzen, ohne dabei eine Tier- oder Pflanzenart auszurotten.
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