Pressetipp für Oktober 2008
- Thema des Monats -

Jagdverband empfiehlt: In der herbstlichen Wildsaison ist Wildfleisch aus Hessen ein natürlicher Genuss

 „Qualitätsbewusste Verbraucher sollten heimisches Wildfleisch direkt von den hessischen Jägern, Förstern und Fleischern kaufen“, empfiehlt der Landesjagdverband Hessen (LJV) zum Beginn der herbstlichen Wildsaison. „Immer neue Gammelfleisch-Skandale zeigen drastisch, dass anonyme Massenware bei Fleisch und Geflügel oft mit Risiken behaftet ist“, erläutert der Pressesprecher des Jagdverbandes, Dr. Klaus Röther, in einer Pressemitteilung. Das langfristige Vertrauensverhältnis, das bei einer regionalen Vermarktung von Wildprodukten zwischen Jäger und Verbraucher entstehe, garantiere hingegen die Lieferung von beständiger Qualität.

 

„Der Konsument kennt den Lieferanten. Er kann sich sicher sein, dass er wohlschmeckendes Wildfleisch erhält, das den strengen Lebensmittel-Richtlinien entspricht“, betont der LJV-Sprecher. Den so genannten Hautgout, der früher durch das lange „Abhängen“ des Wildes ohne Kühlung entstand, gebe es nicht mehr. Röther: „Kühlzellen und Gefriertruhen machen heute den Wildbraten zur frischen, kräuter-würzigen Delikatesse, die auch verwöhnten Gaumen mundet. Dieses Wildfleisch kann zudem direkt bei den hessischen Jägern und Förstern preiswert erstanden werden.“

 

„Allerdings wird rund um die halbe Welt auch Fleisch von verwilderten Hausschweinen und von Gatterhirschen importiert, die in Gefangenschaft mit industriellem Fertigfutter gemästet werden“, kritisiert der Jagdverbandssprecher. Entsprechende Produkte würden meist von Lebensmittel-Discountern tiefgefroren angeboten. Das habe jedoch nichts mehr mit den Braten von Rehen, Hirschen und Wildschweinen zu tun, „die in unseren Wäldern wirklich wild und frei aufwachsen und sich ihre Nahrung selbst suchen“. Und die Umwelt werde durch die langen Transportwege von Neuseeland oder Australien unnötig mit CO 2 belastet.   

 

Um die Verbraucher vor importiertem Fleisch von undefinierter Herkunft zu schützen, haben laut Röther der Jagdverband und die Marketinggesellschaft „Gutes aus Hessen“ eine Qualitätsmarke für Wildfleisch aus Hessen eingeführt. Dieses Gütesiegel ermöglicht es dem Verbraucher, die Herkunft seines hessischen Wildbratens bis zum Erleger zurück zu verfolgen. Vom tierschutzgerechten Erlegen des Wildes bis zum Verkauf an den Endverbraucher müssten strikte Qualitätsmerkmale eingehalten und nachprüfbar dokumentiert werden

 

Das kalorienarme Wildfleisch enthält nach Angaben des Jagdverbandsprechers sehr wenig Fett. Zudem ist es reich an lebenswichtigen Mineralstoffen und Aminosäuren, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Vitamin B 12 sowie sehr bekömmlich und leicht verdaulich.

 

In Hessen erlegen die rund 23.000 Jäger und Förster jährlich durchschnittlich rund 60.000 Rehe, 50.000 Wildschweine und 5.000 Hirsche, die insgesamt über 3.300 Tonnen Wildfleisch liefern. Der größte Teil des hessischen Wildfleischs kommt im Herbst und Winter auf den Markt. Die bundesdeutschen Verbraucher verzehren jährlich - mit steigender Tendenz - durchschnittlich pro Kopf etwa 0,7 Kilogramm Wildfleisch. Den größten Teil des Wildes geben die Jäger und Förster als Direktvermarkter an den Endverbraucher und darüber hinaus an Gastronomie, Metzgereien und den örtlichen Wildhandel ab.

 

Dr. Klaus Röther

 

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