Pressetipp für November 2007
- Thema des Monats -

Jagdverband empfiehlt:

Statt Gammelfleisch Qualitätswildfleisch aus Hessen auf den Tisch

„Qualitätsbewusste Verbraucher sollten heimisches Wildfleisch direkt von den hessischen Jägern, Förstern, Wildhändlern und Fleischern kaufen“, empfiehlt der Landesjagdverband Hessen (LJV).  „Die sich häufenden Gammelfleisch-Skandale zeigen drastisch, dass anonyme Massenware oft mit Risiken behaftet ist“, erläutert der Pressesprecher des Jagdverbandes, Dr. Klaus Röther, in einer Pressemitteilung. Nur das langfristige Vertrauensverhältnis, das bei einer regionalen Vermarktung zwischen Anbieter und Käufer entstehe, garantiere beständige Qualität.

Um die Liebhaber von Wildprodukten vor ungenießbarem „Gammelfleisch“ von undefinierter Herkunft zu schützen, haben laut Röther der Jagdverband und die Marketinggesellschaft „Gutes aus Hessen“  zusätzlich eine Qualitätsmarke für Wildfleisch aus Hessen eingeführt. Dieses Gütesiegel ermögliche es dem Verbraucher, die Herkunft seines hessischen Wildbratens bis zum Erleger zurück zu verfolgen. Vom tierschutzgerechten Erlegen des Wildes bis zum Verkauf an den Endverbraucher müssten strikte Qualitätsmerkmale eingehalten und nachprüfbar dokumentiert werden. „So darf beispielsweise der pH-Wert des Wildfleisches 5,8 nicht überschreiten“, berichtete der Jagdverbandssprecher. „Damit ist garantiert, dass der Käufer nur einwandfreie, wohlschmeckende Ware und kein Ekel erregendes Fleisch erhält.“ 

Das kalorienarme Wildfleisch enthält laut  Röther sehr wenig Fett. Zudem sei es reich an lebenswichtigen Mineralstoffen und Aminosäuren, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Vitamin B 12 sowie sehr bekömmlich und leicht verdaulich.

In Hessen erlegen die rund 22.300 Jäger und Förster jährlich durchschnittlich etwa 64.000 Rehe, zirka 50.000 Wildschweine und 5.000 Hirsche, die zirka 3.300 Tonnen Wildfleisch liefern. Der größte Teil des hessischen Wildfleischs kommt im Herbst und Winter auf den Markt. Die Verbraucher verzehren jährlich - mit steigender Tendenz - durchschnittlich pro Kopf etwa 0,6 Kilogramm Wildfleisch. Den größten Teil des Wildes geben die Jäger und Förster als Direktvermarkter an Gastronomie, Metzgereien und Endverbraucher oder an den örtlichen Wildhandel ab.  Diese enge und dauerhafte  Beziehung zwischen den Wildfleischlieferanten und ihren Kunden  bestärkt laut Landesjagdverband das Vertrauen der Konsumenten in die Qualität des heimischen Wildfleisches.

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