Pressetipp für Dezember 2006
- Thema des Monats -

 Deutsche sind wild auf Wild 

- Im vergangenen Jagdjahr knapp 1 Prozent mehr Wildbret verzehrt / besonders hohe Nachfrage zu den Festtagen erwartet -

Rund 24.900 Tonnen heimisches Wildbret von Wildschwein, Reh, Rotwild und Damwild haben die Deutschen zwischen April 2005 und März 2006 verzehrt. Das ist ein Plus von knapp einem Prozent gegenüber dem Vorjahr, teilte der Deutsche Jagdschutz-Verband (DJV) in Bonn mit. Das Wildschwein ist nach wie vor Spitzenreiter mit 12.000 Tonnen, gefolgt vom Reh mit 9.500 Tonnen.

"Der Trend zu hochwertigem Wildfleisch aus heimischen Wäldern hält erfreulicherweise an", so DJV-Präsident Jochen Borchert. Angesichts der jüngsten Lebensmittelskandale sei Fleisch direkt vom Jäger für immer mehr Verbraucher ein echtes Qualitätsplus gegenüber anonymer Supermarktware. Die Jägerschaft erwartet deshalb eine besonders grosse Nachfrage in der Advents- und Weihnachtszeit - rechtzeitiges Bestellen lohnt sich also. Eine Übersicht von Rezepten und bundesweiten Bestelladressen für Wildspezialitäten bietet der DJV im Internet unter www.jagd-online.de, Rubrik Wildküche oder auf unserer Homepage sowie im Hessischen Wildkochbuch (Bestellung an LJV-Hessen, Tel.: 06032 / 9361-11).

Jäger und Förster geben den Grossteil des heimischen Wildbrets direkt an Endverbraucher oder Gaststätten vor Ort ab. Das garantiert kürzeste Transportwege. Zudem ist heimisches Wildbret frei von Medikamenten oder Wachstumsbeschleunigern. "Die Tiere bewegen sich rund um die Uhr in der freien Natur und ernähren sich von dem, was Wald und Flur bieten", betonte Borchert. 

Wildbret ist vitamin- und nährstoffreich, einfach zuzubereiten und gut für die Figur: Braten vom Wildschwein enthält beispielsweise 60 Prozent weniger Fett als vom Hausschwein. Die Rezeptvielfalt reicht vom klassisch gespickten Rehrücken bis zu kurz gebratenem Wildschweinfilet mit Waldpilzragout und glacierten Maronen. 

Importiertes Wildfleisch sollten Verbraucher laut DJV genau unter die Lupe nehmen. Hirschfleisch aus der Kühltruhe stammt beispielsweise häufig aus neuseeländischer Gatterhaltung und verdient die Bezeichnung Wildbret überhaupt nicht. Wer heimisches Wildfleisch isst, kann das auch aus ökologischer Sicht mit bestem Gewissen tun: Jagd in Deutschland bedeutet nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen - laut internationalen Konventionen eine anerkannte Form des Naturschutzes. 

djv

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