Pressetipp für Juli  2006
- Thema des Monats -

Wenn die Rehe Hochzeit halten, steigt die Gefahr der Wildunfälle

 

“Wenn die Rehe Hochzeit halten, steigt die Gefahr der Wildunfälle”, warnt der Präsident des Landesjagdverbandes Hessen, Dietrich Möller, die Autofahrer. Denn Mitte Juli beginnt die Brunftzeit des Rehwildes. Dann nehmen die Rehdamen selbst das Heft in die Hand. Durch Duftstoffe signalisieren sie den Rehböcken, dass sie zur Paarung bereit sind. “Daraufhin beginnen die Böcke ein ungestümes Liebeswerben”, berichtete Möller in einer Pressemitteilung. Weil die Rehfrauen oder Ricken, wie sie der Jäger nennt, gehörig umworben sein wollen, entziehen sie sich zunächst den Nachstellungen ihrer Liebhaber. Doch unermüdlich folgt der Bock der fliehenden Ricke. Vor Liebe buchstäblich blind, führt die wilde Jagd des Rehpaares oft auch am helllichten Tag über vielbefahrene Straßen. “Vor allem in Waldgebieten und im ländlichen Bereich sollten die Kraftfahrer bis Mitte August auch tagsüber besondere Vorsicht walten lassen”, lautet Möllers Appell, in der Gluthitze der “Hundstage” erreichen die Flitterwochen der Rehe zumeist ihren Höhepunkt.

“Etwa 15.000 Rehe fallen in Hessen jährlich dem Straßenverkehr zum Opfer”, erklärt LJV-Präsident Möller. Bei diesen Wildunfällen würden die Rehe mitunter nicht auf der Stelle getötet; oft könnten sie sich mit schweren Verletzungen noch ein Stück davon schleppen. Dann muss der Jäger das verletzte Wild mit seinem speziell ausgebildeten Jagdhund nachsuchen, um es von seinen Qualen zu erlösen.

“Tierschutz geht jeden von uns an”, unterstreicht der LJV-Präsident. Auch die Verkehrsteilnehmer könnten durch rücksichtsvolles und vorausschauendes Fahren wesentlich dazu beitragen, den Wildtieren unnötige Schmerzen zu ersparen.

Besondere Hinweise für die Pressereferenten der Jagdvereine:

1.  Fügen Sie bitte anstelle des Namens des LJV-Präsidenten den Namen des Vereinsvorsitzenden oder Ihren eigenen Namen in die Pressemitteilung ein. Nachrichten fallen nicht vom Himmel! Deshalb muss in einer fachgerecht verfassten Pressemitteilung stets korrekt die Quelle angegeben werden, auf die eine Nachricht zurückzuführen ist.

2.  Arbeiten Sie unbedingt lokale Bezüge (beispielsweise Wildunfall-Schwerpunkte) in die Pressemitteilung ein.

Dr. Klaus Röther

 

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