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Pressetipp für
Dezember 2003
- Thema des Monats -
Jagdzeit auf Stockenten
Sicherheit der Bevölkerung und Fortbestand der Wasservögel gewährleistet

„Pro
Jagdsaison werden in Hessen durchschnittlich rund 18.000 Stockenten erlegt und
als knuspriger Braten verzehrt“, berichtet der Pressesprecher. Das sei etwa
ein Fünftel des gesamten Bestandes. Die jährlichen Zählungen des
Internationalen Büros
für Wasservogel-Forschung haben laut Röther
ergeben, dass die Zahl der Entenvögel und der Wildgänse in Europa trotz
der Bejagung weiter wächst. Dies sei auch darauf zurückzuführen,
dass Flüsse und Bäche durch die Einflüsse der Zivilisation überdüngt
werden und den Wasservögeln deshalb mehr Nahrung bieten als vor Jahrzehnten.
Auch der verstärkte Getreideanbau in der Landwirtschaft erweitere das
Nahrungsangebot für die „ Breitschnäbel“.
Röther:
„Die Jäger schöpfen mit der Bejagung bei weitem nicht den gesamten Überfluss
ab, den die Natur bei den heimischen Wildarten erzeugt. Dabei gewinnen sie für
den Verbraucher ein bekömmliches Wildfleisch, das aus der Natur kommt und daher
nicht belastet ist.“ Bei vielen einheimischen Jägerinnen und Jägern sind
nach den Worten des Pressesprechers derzeit preiswerte Entenbraten erhältlich.
„Spaziergänger
und Freizeitsportler brauchen sich über
Schrotschüsse, die bei der Entenjagd
meistens am Morgen oder in den Abendstunden abgegeben werden, keine
Sorgen zu machen“, erklärt Röther. Sie bildeten trotz des auf größere
Entfernung vernehmbaren Knalls keine Gefahr für die Bevölkerung, zumal die nur
zirka drei Millimeter starken Schrote rasch an Energie verlieren und nicht all
zu weit fliegen.
Wesentlich
negativer als die Jagd, die erst nach der Aufwuchsphase der Stockenten beginnt
und lange vor deren Brutzeit endet, wirken sich nach Röthers
Angaben ganzjährige Störungen an den Gewässern aus. „Wenn
Hundehalter nahezu täglich ihre Vierbeiner an den Bächen und Teichen frei
herumstöbern lassen, dann leiden neben den Enten auch Wasseramsel, Eisvogel und
viele andere Wasservögel darunter“,
merkt Röther
an. Diese ständigen Störungen vereitelten
nicht zuletzt den
Bruterfolg von seltenen Vogelarten und versetzten viele frei lebende Tierarten
in Dauerstress.
Dr.
Klaus Roether
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