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Pressetipp für
Juli 2003
- Thema des Monats -
Wenn die Rehe Hochzeit halten, steigt die Gefahr der Wildunfälle

“Wenn die Rehe Hochzeit halten, steigt die Gefahr
der Wildunfälle”, warnt der Präsident des Landesjagdverbandes Hessen,
Dietrich Möller, die Autofahrer. Denn Mitte Juli beginnt die Brunftzeit des
Rehwildes. Dann nehmen die Rehdamen selbst das Heft in die Hand. Durch
Duftstoffe signalisieren sie den Rehböcken, dass sie zur Paarung bereit sind.
“Daraufhin beginnen die Böcke ein ungestümes Liebeswerben”, berichtete Möller
in einer Pressemitteilung. Weil die Rehfrauen oder Ricken, wie sie der Jäger
nennt, gehörig umworben sein wollen, entziehen sie sich zunächst den
Nachstellungen ihrer Liebhaber. Doch unermüdlich folgt der Bock der fliehenden
Ricke. Vor Liebe buchstäblich blind, führt die wilde Jagd des Rehpaares oft
auch am helllichten Tag über vielbefahrene Straßen. “Vor allem in
Waldgebieten und im ländlichen Bereich sollten die Kraftfahrer bis Mitte August
auch tagsüber besondere Vorsicht walten lassen”, lautet Möllers Appell, in
der Gluthitze der “Hundstage” erreichen die Flitterwochen der Rehe zumeist
ihren Höhepunkt.
“Etwa 15.000 Rehe fallen in Hessen jährlich dem
Straßenverkehr zum Opfer”, erklärt LJV-Präsident Möller. Bei diesen
Wildunfällen würden die Rehe mitunter nicht auf der Stelle getötet; oft könnten
sie sich mit schweren Verletzungen noch ein Stück davonschleppen. Dann muss der
Jäger das verletzte Wild mit seinem speziell ausgebildeten Jagdhund nachsuchen,
um es von seinen Qualen zu erlösen.
“Tierschutz geht jeden von uns an”, unterstreicht
der LJV-Präsident. Auch die Verkehrsteilnehmer könnten durch rücksichtsvolles
und vorausschauendes Fahren wesentlich dazu beitragen, den Wildtieren unnötige
Schmerzen zu ersparen.
Dr. Klaus Röther
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