Pressetipp für Februar 2003
- Thema des Monats -

Jagdfeindliche "Tierrechtler" tuen den Wildtieren keinen Gefallen

„Jagt die Jäger aus  dem Wald! Macht die Reviere hochsitzfrei!“ lauten die Parolen einer Handvoll radikaler Tierrechtler und Veganer, die meist in großstädtischen Ballungsräumen zuhause sind. Und ihren Drohungen lassen diese „Tierrechtler“ mitunter Taten folgen. Ihre   meist jungen, kaum der Pubertät entwachsenen Aktivisten demontieren Hochsitze oder sägen diese derart heimtückisch an, dass beim Besteigen neben Jägern auch gänzlich Unbeteiligte   zu Fall kommen und schwere Verletzungen erleiden  können. Große Drückjagden, mit denen die von der Schweinepest bedrohten Wildschweinbestände reduziert werden sollen, werden gestört und Jäger auch schon mal mit Schreckschusswaffen bedroht. Die Aktionen gipfeln in der Forderung, dass die Jagd gänzlich abgeschafft werden soll.

„Dieser blanke Hass auf die Jägerinnen und Jäger hat jedoch nichts mit der Liebe zu Tieren und Natur gemein“, erklärt der Pressesprecher des Landesjagdverbandes Hessen (LJV), Dr. Klaus Röther, in einer Pressemitteilung. „Es ist geradezu grotesk, wenn die vermeintlichen Tierfreunde ihre heimtückischen Anschläge mit ihrer großen ,Tierliebe‘ begründen.“ Hinter diesen Taten stecke vielmehr eine „ökopazifistische Ideologie“, die die Natur und die freilebenden Tiere als eine Art „Öko-Disney-Wunderland“ betrachte, in dem stets Frieden, Freude und eitel Sonnenschein herrschten. „In Wirklichkeit vollzieht sich in der Natur ständig ein gnadenloser Konkurrenzkampf, der jeweils der eigenen Art Vorteile sichern soll. Fressen und gefressen werden lautet die Devise“,  berichtet Röther.  Wildschwein und  Fuchs, Wildkatze  und Wolf seien keine Hätschel- oder Kuscheltiere.

„Gerade die geregelte Bejagung sorgt in unserer vom Menschen geprägten Kulturlandschaft für gesunde und vitale Wildbestände und schützt den Wald“, betont der Pressesprecher. Wenn  etwa Rehe, Hirsche und Wildschweine  nicht bejagt würden, dann wachse deren Bestand solange explosionsartig an, bis die Tiere ihren eigenen Lebensraum zerstört hätten. Röther: „Dann greifen in den überhöhten Populationen Wildkrankheiten und –seuchen wie ein Lauffeuer um sich und raffen einen Großteil der Wildtiere qualvoll dahin. Wirklichen Tier- und Naturfreunden müssten angesichts des großen Ausmaßes dieser Tier- und Naturtragödie die Haare zu Berge stehen.“

Welch‘ absurde Folgen die „Abschaffung“ der Jagd hätte, zeigt nach den Worten des LJV-Sprechers ganz augenfällig die Situation im Schweizer Stadtkanton Genf.  Dort habe   eine naturferne, verstädterte Bevölkerungsmehrheit 1974 per Volksentscheid die Jagd „abgeschafft“. „Nun metzeln zwölf städtische, teuer bezahlte  ,Wildregulierer‘  vor allem nachts mit Suchscheinwerfern, Infrarotzielgeräten und vollautomatischen Waffen das Wild erbarmungslos dahin“, schildert Röther diese tatsächlich tierschutzfeindliche Situation. So seien  etwa im Jahr 2000 im Kanton Genf durch die städtischen Angestellten  124 Wildschweine, sechs Füchse, zwei Steinmarder und 300 Vögel in einer Weise „hingerichtet“ worden, die den Grundsätzen  des deutschen Jagdrechts, der Waidgerechtigkeit und des Tierschutzes Hohn spreche.

„Die jagdfeindlichen Tierrechtler tuen mit ihren aggressiven, menschenverachtenden Aktionen den Wildtieren letztlich überhaupt keinen Gefallen“, resümiert der Pressesprecher. Wenn radikalisierte Tierschützer den Tod aus ihrem Leben vollständig verdrängten, gehe ihnen jeglicher Bezug zur Realität verloren. „Wer Tiere grundsätzlich höherwertig einstuft als Menschen, rechtfertigt damit auf makabre Weise Gewalt gegen Jäger und unbeteiligte Dritte“, warnt der Verbandssprecher vor den „schlimmen Konsequenzen dieser ideologischen Verblendung“.  Aber ganz offensichtlich gingen in „unserer Überfluss- und Überdruss-Gesellschaft“ immer mehr Menschen grundlegende ethische Maßstäbe verloren.

Dr. Klaus Röther

 

 

 

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