52. Verbandsschweißprüfung und 6. Verbandsfährtenschuhprüfung am Hoherodskopf

Richterberichte über die Arbeit der prämierten Hunde

 

52. Verbandschweißprüfung

Richtergruppe I: Gerhard Seibel (Obmann), Klaus-Dieter Schmidt, Herbert Schmidt

Vier Hunde auf der 40-Stunden-Fährte geprüft, drei Hunde bestanden.

Rauhaar-Teckel-Hündin „Dotty vom Lahntal“

Der Anschuss liegt auf einer Wildwiese. Gerecht zur Fährte gelegt arbeitet die Hündin etwas unkonzentriert auf der Wiese bis zum Abgang in einen Fichtenhochwald. Sie arbeitet die Fährte zügig über den 1. Haken bis zum 2. Haken. Auf einem Waldweg waren große Wasserpfützen, die der Hündin Schwierigkeiten bereiteten, den Abgang nach links zu finden. Durch Unterstützung der Führerin fand die Hündin wieder zur Fährte. Im weiteren Verlauf arbeitet die Hündin mit Unterstützung der Führerin die Fährte bis zum 3. Haken, den sie problemlos arbeitet und kommt um 13.00 Uhr zum Stück.

Sw /I

 

Rauhaar-Teckel-Hündin „Erbse vom Lahntal“

Die Hündin arbeitet vom Anschuss in einem Fichtenaltholz 100 m sehr ruhig und konzentriert bis sie auf massive Verleitungen stößt. Sie arbeitet die vielen Verleitungen aus und versucht dabei den Abgang zu finden, was ihr auch nach geraumer Zeit sehr gut gelungen ist. Immer wieder bögelnd arbeitet sie die Fährte weiter aus und findet auch das 1. Wundbett. Im weiteren Verlauf der Fährte bögelt sie sich immer wieder ein, der Führer lässt sie dabei sehr gewähren. Sie arbeitet in Anlehnung der Fährte am 2. Wundbett vorbei bis zum 3. Haken. Dort hat sie wieder Schwierigkeiten den Abgang zu finden. Nach Unterstützung des Führers arbeitet sie die Fährte in sehr guter Manier bis zum Stück. Ende der Arbeit um 11.20 Uhr.

Sw /I

 

Rauhaar-Teckel-Hündin „Wolf’s Paula“

Die Hündin wird an einem Grasweg gerecht zur Fährte gelegt. Sie arbeitet ruhig und zügig vom Anschuss weg bis zum 1. Haken. Sie arbeitet den Haken links korrekt und nach ca. 60 m folgt sie einer Verleitung und bögelt selbständig wieder zurück. Sie arbeitet die Fährte 250 m korrekt bis zum Wundbett, welches vom Führer gemeldet wird. Der 2. Haken wird auch ohne Probleme gearbeitet, ebenso der 3. Haken. Die Hündin ist ohne Verlassen der Fährte zielstrebig zum Stück gekommen. Ende der Fährte 09.32 Uhr.

Eine solch sichere Arbeit bekommt man selten zu sehen.

Sw /I

 

Richtergruppe II: Manfred Schlosser (Obmann), Georg Bierschenk, Gerd Schad, Marc Lenzlinger (Richteranwärter)

Drei Hunde auf der 40-Stunden-Fährte geprüft, ein Hund bestanden.

Kurzhaar-Teckel-Rüde „Andi vom Ennepetal

Anschuss ist ausgeschwemmt, Irritation von Führer und Richter, dann wird Schnitthaar doch gefunden, Hund wird angesetzt, geht zügig voran, bögelt weit links und rechts, sucht ruhig auf Fährte. Verliert nach 100 m 11:22 Uhr kommt nicht von der Stelle, sucht und sucht, findet selbständig wieder drauf (intensive Kommunikation von Führer und Hund), findet Verweiserpunkt, erhält fiel Riemen, Hund arbeitet ruhig und konzentriert 200 m, 11:30 Uhr erster Haken rechts, sehr konzentriert, dann kommt Hund rechts ab, Hund sucht weiter sehr intensiv, 11:35 Uhr Wundbett, 11:40 Uhr bögelt weit, sucht, 11:44 Uhr endlich wieder drauf, 11:46 Uhr verliert wieder, sucht weit, 11:55 Uhr Haken links, nach sehr langem Suchen wieder auf Fährte. 12:00 Uhr Verweiserpunkt, 12:01 Uhr Wundbett, Hund erhält sehr fiel Riemen und sehr viel Freiheit bei der Suche. 12:08 weites Bögeln, 12:12 Uhr wieder drauf, 12:17 Uhr sucht unablässig und weit, ist wieder voll drauf, findet 12:20 Uhr zum Stück.

Führer überzeugt mit sehr guter Kommunikation, stoischer Ruhe und großes Vertrauen in seinen kleinen Hund. Hervorragender Arbeit.

SW /I

 

Richtergruppe III: Manfred Bördner (Obmann), Annerose Stambke, Oskar Schuch, Bernd Gerlach (Richteranwärter)

Fünf Hunde auf der 20-Stunden-Fährte geprüft, ein Hund bestanden.

Rauhaar-Teckel-Hündin „Vicky vom Queichtal“

Der Hund arbeitet von Beginn an in zügiger zielsicherer Manier bis zum ersten Haken. Er arbeitet zunächst den Haken nach rechts, kommt aber sogleich nach links ab. Der Hund bemerkt jedoch die Verleitung und verbessert sich selbständig. Der Führer meldet Schweiß am ersten Haken tauchen wieder Schwierigkeiten auf, die der Hund jedoch ebenfalls selbständig löst. Das erste Wundbett wird angezeigt. Der Führer meldet nochmals Schweiß. Der zweite Haken wird exakt gearbeitet. Bei ca. 750 m steht vor dem Hund auf der Schweißfährte ein Hase auf, den der Hund mit heftigem Laut quittiert. Mit etwas Verzögerung legte der Führer den Hund ab. Nach erneuter Ansuche überschießt der Hund den letzten Haken vermutlich in Folge der Hasenspur um wenige Meter. Er korrigiert sich wie vorher aber selbständig und folgt der Fährte zügig bis zum Stück.

Sw I

 

6. Verbandsfährtenschuhprüfung

Richtergruppe I: Jenny Schröder (Obfrau), Robert Berbner, Erhard Haas

Zwei Hunde auf der 40-Stunden-Fährte geprüft, ein Hund bestanden.

Rauhaar-Teckel-Rüde „Janosch vom Bergschlößchen“

Der RT-Rüde wurde ruhig zur Fährte gelegt und hat die Arbeit sofort aufgenommen, ca. 150 m hat er ruhig und konzentriert gearbeitet, kam auf die erste Verleitung, etwas gebögelt und fährtentreu weitergearbeitet. Der Haken bei ca. 250 m wird vom Rüden perfekt gearbeitet. Das dann folgende Tropfbett wurde vom Rüden verwiesen und vom Hundeführer gemeldet. Fährtentreu ging er bis zum nächsten Tropfbett was wieder gemeldet wurde bis zum nächsten Haken weiter. In sehr fährtentreuer Arbeit kam der Hund nach 40 min. am Stück an. Es war eine absolut sichere Arbeit, die seinesgleichen sucht. Ein sehr gutes Gespann.

FS I

 

Richtergruppe II: Georg Schanz (Obmann), Konrad Büsing, Oliver Schwarm, Katrin Maar (Richteranwärterin)

Vier Hunde auf der 20-Stunden-Fährte geprüft, vier Hunde bestanden.

Tiroler-Bracken-Hündin „Bella von der Fläminghöhe“

Die Hündin arbeitet vom Anschuss an über den 1. Haken, bis zur Wegegabelung folgt der Fährte, wird von der Führerin abgezogen, an der Gabelung falsch angesetzt, nach einer halben Riemenlänge korrigiert sich die Hündin selbständig, arbeitet die Fährte bis zum 2. Haken. Die Führerin meldet das 2. Tropfbett, der 2. Haken wird sauber ausgearbeitet, das 3. Tropfbett verwiesen und die Fährte in gleichbleibender Manier über den 3. Haken bis zum Stück gearbeitet. Ende der Arbeit 9.36 Uhr. Sehr gut – bestanden.

FS I/

 

Tiroler-Bracken-Rüde „Bork vom Schweissgut“

Der Rüde arbeitet vom Anschuss ca. 150 m, hat dann enorme Schwierigkeiten bei den Verleitungen, bögelt ca. 10 min, sucht immer wieder gegen den Wind in die Dickung, wird wiederholt von der Führerin am kurzen Riemen korrigiert, bis die Führerin endlich vorgreift, dem Rüden den Riemen in voller Länge gibt, und der Hund nun aus dem Bestand bis an den Wiesenrand über die Wiese bis zum 1. Haken zügig arbeitet. Hier bögelt er kurz, nimmt die Fährte hinter dem Haken auf, verweist das 1. Tropfbett, arbeitet dann ruhig über die Wiese in den Bestand bis zum 2. Haken. Hier überschießt er, versucht bögelnd seinen Abgang zu finden, wobei er wieder durch die Führerin durch ungenügende Riemenlänge gehindert wird, findet schließlich die Fährte wieder, arbeitet zügig bis zum 3. Haken, überschießt, folgt einer Verleitung bis zur Bundesstraße und erhält um 13.00 Uhr einen Rückruf. Die Führerin greift zurück, setzt unbewußt vor dem 3. Haken den Hund wieder auf die Fährte, am Haken verhindert sie wiederum den Abgang des Hundes, der Hund bögelt nun seitlich der Fährte, findet nach ca. 150 m wieder die Fährte und führt zügig zum Stück. Ende der Arbeit 13.15 Uhr. Genügend – bestanden.

FS III/

 

Alpenländischer-Dachsbracken-Rüde „Raoul vom Hollbrunnen“

Der Rüde wird sachgerecht zur Fährte gelegt, arbeitet 100 m, folgt einer Verleitung weit (80 m) und erhält um 10.51 Uhr einen Rückruf. Der Führer legt den Rüden wieder am Wundbett an, der Rüde arbeitet bis zum 1. Haken, bögelt wiederholt, findet die Anschlussfährte, arbeitet ca. 200m sauber, folgt dann wiederholt Verleitungen, wird vom Führer korrigiert, findet teils auch selbst wieder zur Fährte, arbeitet den 2. Haken, folgt dann der Fährte bis ca. 850 m, folgt wieder Verleitungen, bögelt, schneidet den 3. Haken, findet bei ca. 900 m die Fährte erneut und arbeitet nun bis zum Stück. Der Führer meldet insgesamt nur ein Tropfbett. Ende der Arbeit 11.50 Uhr. Genügend bestanden.

FS III/

 

Deutscher-Wachtel-Rüde „Leo vom Steinacker“

Der Rüde wird um 10.00 Uhr ordnungsgemäß zur Fährte gelegt, arbeitet zügig bis zum 1. Haken, bögelt sich ein, verweist das 1. Tropfbett, kontrolliert dann auf den folgenden 200 m Verleitfährten links und rechts, nimmt dann selbständig am 1. Tropfbett die Fährte wieder auf, arbeitet über den 2. Haken bis zu einer Verleitung bei 630 m, kontrolliert die kurz, geht zur Fährte zurück, arbeitet über den 3. Haken sauber bis zum Stück. Ende der Arbeit 10.24 Uhr.

Sehr gut – bestanden.

FS I/

 

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