Die Wiedervernetzung von Biotopen vor Ort funktioniert

– Rothirsch bei Querung der Grünbrücke Kiebitzholm gefilmt –

Erstmals ist es gelungen, auf der Grünbrücke Kiebitzholm in Schleswig-Holstein einen Rothirsch beim Überqueren der A 21 mit einer Infrarotkamera zu filmen. Der Rothirsch ist eine Leitart für dieses Naturschutzprojekt und die Aufnahmen beweisen, dass die Querungshilfe angenommen wird. Seit Ende 2008 werden die Wildtiere auf der Grünbrücke Kiebitzholm mit Hilfe von Kameras beim Queren gefilmt. Bislang erschienen vor allem Rehe, Damhirsche und Wildschweine aber auch kleinere Wildtiere wie Füchse und Feldhasen vor der Linse.

In der Vorstudie des vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums geförderten E+E-Vorhabens „Holsteiner Lebensraumkorridore“ wurde die Einbindung der Grünbrücke Kiebitzholm in das Umland intensiv untersucht. Eine breite Allianz von Jägern, Förstern, Straßenbauern sowie der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein hat das Projekt getragen. Das Ziel des beantragten Hauptvorhabens ist es, die langfristige und großräumige Wirkung der Querungshilfe sicherzustellen und die theoretischen Ergebnisse in den nächsten Jahren exemplarisch umzusetzen. Die Beteiligten der Vorstudie wollen dabei auch weiterhin eng zusammenarbeiten. Von der Wiedervernetzung verschiedener Lebensräume wird nicht allein der in Schleswig-Holstein isoliert vorkommende Rothirsch profitieren, sondern auch viele weitere gefährdete Arten.

Mehr zum Projekt „Holsteiner Lebensraumkorridore“ finden Sie im Internet unter www.lebensraumkorridore.de. Projektpartner sind: Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, DJV, Schleswig-Holsteinische Landesforsten, Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein und Bundesamt für Naturschutz.

 

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