Deutsche Jagdbibliothek eröffnet

Am 22. Oktober ist in Melsungen offiziell die Deutsche Jagdbibliothek in Trägerschaft der Julius Neumann Stiftung eröffnet worden. Zahlreiche Gäste konnten im Verlag Neumann Neudamm begrüßt werden, die den Ausführungen der Verlegerfamilie Schwartz lauschten.

Heiko Schwartz hieß die Gäste willkommen und führte aus, dass sich "die Deutsche Jagdbibliothek auf einem guten Wege befindet, in naher Zukunft auf einen Buchbestand von über 20.000 Exemplaren zu kommen." Damit ist die Deutsche Jagdbibliothek einzigartig in der Fülle und Bandbreite jagdlicher Literatur. Jagdliteratur ist seit dem Mittelalter bekannt und gehört zu den umfangreichsten literarischen Gebieten. Dennoch fristet sie seit Jahrzehnten ein Nischendasein, wird wissenschaftlich kaum erforscht und eine der Öffentlichkeit zugängliche Jagdbibliothek gab es bislang nicht.

Das ehrgeizige Projekt der Julius-Neumann-Stiftung ist es, nach der Zerschlagung der Lindner-Bibliothek möglichst umfassend eine solche Sammlung an Jagdliteratur zu schaffen und diese der interessierten Öffentlichkeit, insbesondere der Wissenschaft zugänglich zu machen. Bislang wertvollstes Stück der Sammlung ist eine fast komplette Sammlung der Jahresbände der Deutschen Jägerzeitung sowie der Wild & Hund und der Hugoschen Jagdzeitung. Darüber hinaus nennt die Stiftung ein Exemplar eines Faksimiles des "De Arte venandi cum avibus" des Deutschen Kaisers Friedrich II. ihr Eigen. Für Besucher werden Öffnungszeiten eingerichtet, sodass sich interessierte Jäger, ob allein oder in Gruppen, mit Muße dem Lesevergnügen und der Buchrecherche widmen können. 

Verantwortlich für die Betreuung der Jagdbibliothek ist Walter Schwartz, der am Tag der Eröffnung auch seinen 65. Geburtstag feierte. Den Abschluss des Abends bildete der Vortrag von Prof. Paul Müller, der sehr anschaulich zum Thema "Zukunft der Jagd – Jäger der Zukunft" referierte. Telefonische Anmeldungen über: 05661.9262-26. Bernd Kamphuis

Bernd Kamphuis

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